Meine Mitwirkung am ORF-Dokumentarfilm.
Im Januar 2025 wurde ich vom ORF nach Wien eingeladen, um als Autorin meiner historischen Romane Das dunkle Herz der Welt und Die Blutchronik an dem begleitenden Dokumentarfilm Hunyadi – Der Reiz des Mittelalters mitzuwirken. Das Interview mit Frau Gabriele Flossmann und dem Team von CleverContents Filmproduktion fand am 13. Januar 2025 im Heeresgeschichtlichen Museum Wien statt. Eine perfekte Wahl für die Dreharbeiten.
Hier, wo Geschichte in Form originaler Artefakte aus mehreren Jahrhunderten lebendig wird, lässt sich der Geist jener bewegten Epoche hautnah nachempfinden.

Vor der Kamera im Gespräch mit Frau Gabriele Flossmann
Inmitten dieser authentischen Kulisse konnte ein besonderer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart entstehen. Das Gespräch selbst war geprägt von großem gegenseitigem Interesse und einer spürbaren Begeisterung für die historischen Zusammenhänge – es hat mir persönlich große Freude bereitet.
Fachliche Perspektive einer Autorin
In meinen literarischen Arbeiten erzähle ich die bislang kaum bekannte Frühgeschichte der Familie Hunyadi – von ihren Ursprüngen in der Grenzregion der Walachei bis zum Aufstieg ins Machtzentrum des mittelalterlichen Ungarn. Grundlage meiner Recherchen sind internationale Fachquellen, historische Karten, Bilddokumente sowie digitalisierte Archivmaterialien aus mehreren Ländern.
Vielleicht ist es gerade diese tiefe Auseinandersetzung mit den historischen Zusammenhängen, die dazu führte, dass mein Debütroman Das dunkle Herz der Welt im Jahr 2016 mit dem Literaturpreis Goldener Homer in der Kategorie „Historische Biografie/Historisches Ereignis“ ausgezeichnet wurde.


Eine außergewöhnliche Familiengeschichte
János Hunyadi – gefeierter Verteidiger Belgrads, vom Vatikan als Athleta Christi geehrt – entstammte einer Familie, deren Aufstieg im mittelalterlichen Europa eine außergewöhnliche Ausnahme darstellt. Der Humanist Enea Silvio Piccolomini, später Papst Pius II., bezeichnet ihn in seiner Schrift De Europa als Sohn eines walachischen Ritters – ein deutlicher Hinweis auf seine Herkunft außerhalb der etablierten Adelslinien.
Dass es den Hunyadis gelang, innerhalb von nur zwei Generationen aus einfachen Verhältnissen nicht nur in den Hochadel aufzusteigen, sondern mit Matthias Corvinus sogar die ungarische Königswürde zu erlangen, war ein beispielloses Ereignis – eine historische Ausnahme, die bis heute das Interesse von Historikern und Lesern gleichermaßen auf sich zieht.

Mein Ritter: János Hunyadi – Europas Kämpfer des 15. Jahrhunderts

Burg Hunyadi in Transsylvanien (rum. Castelul Corvinilor)
Literatur trifft Film
Es war mir eine besondere Ehre, meine Recherchen und literarische Perspektive in diesen Dokumentarfilm einbringen zu dürfen. Denn wo historische Quellen verstummen oder widersprüchlich werden, kann die Literatur Räume öffnen, in denen vergangene Wirklichkeiten erfahrbar bleiben – ohne den Anspruch auf Wahrheit aufzugeben.
In der Verbindung von dokumentarischer Genauigkeit und erzählerischer Gestaltung entsteht ein vielschichtiges Bild jener Epoche, das nicht nur informiert, sondern bewegt.
Der Film wie auch meine Romane laden dazu ein, über Macht, Herkunft und Identität im mittelalterlichen Europa nachzudenken – Themen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben.
So wird Geschichte nicht nur vermittelt, sondern lebendig in Bildern, Worten und Gedanken, die über die Zeiten hinweg wirken.

Heeresgeschichtliches Museum Wien – die perfekte Wahl für die Dreharbeiten